Spandau im August 2017 – Gebt die Akten frei!

Eine erste Zusammenfassung der Geschehnisse rund um den 30. Todestag von Rudolf Heß und den Protest zur Forderung der Aktenfreigabe in Spandau.

Vorneweg. Auch wenn nicht alles nach Plan gelaufen ist, war der gestrige Tag ein Erfolg. Ein Erfolg für alle Menschen, denen das Schicksal von Rudolf Heß ein Antrieb ist. Das Aufsehen, was mit Anmeldung, Vorbereitung, Durchsetzung und Durchführung erzeugt werden konnte, war enorm. 30 Jahre nach dem mysteriösen Ende von Rudolf Heß war der Name wieder Thema in den Medien. „Spandau im August 2017 – Gebt die Akten frei!“ weiterlesen

Anreiseinfos für die Demonstration in Spandau

Da uns in den letzten Stunden noch viele Fragen zur Anreise und zur potentiellen Strafbarkeit von Parolen, Transparent- und T-Hemdaufschriften erreichen, hier noch einmal ein kurze Zusammenfassung.

Treffpunkt ist um 12 Uhr in Spandau.
Die Auftaktkundgebung findet vor den Spandau Arkaden statt. Die Spandau Arkaden sind in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Spandau.

Natürlich gibt es Vorabtreffpunkte, die für größere Reisegruppen eingerichtet wurden. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Treffpunkte nicht einfach veröffentlicht werden. Wer das Gefühl hat, dass er die Info dringend benötigen wird, wendet sich am besten Mal an die üblichen Verdächtigen, also Organisatoren von Reisebussen und größerer Reisegruppen und wartet ab, was aus der Richtung kommt.
Es wird keine Informationsweitergabe an unbekannte Personen geben!
Für den Fall, dass wir es noch nicht erwähnt haben, Threema und Signal können bei der Abstimmung von Treffpunkten und Anreiseplanungen enorm hilfreich sein.

Polizei wird in Spandau reichlich vor Ort sein, achtet also bitte bereits bei der Anreise auf Euer Erscheinungsbild und Euer Verhalten. Sorgt dafür, dass Ihr keine polizeilichen Massnahmen wegen angeblicher Verstösse gegen die Auflagen provoziert. Das würde den Beginn der Versammlung unnötig verzögern und wäre eine Steilvorlage für die Einsatzleitung den Marsch zu behindern.

Auch wenn die Veranstaltung genehmigt ist, muss davon ausgegangen werden, dass jeder Aufhänger uns Steine in den Weg zu legen an diesem Tag auch aufgegriffen wird. Verhaltet Euch also entsprechend!

Wir erwarten von den Teilnehmer des Marsches in Spandau ein dem Anlass entsprechendes Maß an Disziplin.

Das impliziert, dass man sich – auch ohne irgendwelche Kommandos von Ordnern – nicht verhält als wäre man auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel und Leute, die das nicht verstanden haben, auch selbstständig zurechtweist. Gemeinschaft lebt von Mitarbeit und Zusammenhalt!

Der Marsch in Spandau ist durch die schwierige Rechtslage eine Demonstration, die nur funktionieren kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Wann, wo, welche Parole oder ob überhaupt eine Parole gerufen werden soll, wird vor Ort geklärt und wird nicht im Vorfeld öffentlich diskutiert. Das klingt drastisch, ist aber nötig.

Wir sind alle Aktivisten und haben in Spandau das gleiche Ziel.
Spandau ist eine spektrenübergreifende Veranstaltung, die durch Disziplin ein Zeichen setzen will und wird. Vergesst das nicht!

Die internen Auflagen gelten ausnahmslos für jeden Teilnehmer.

Helle Oberbekleidung ist der kleinste gemeinsame Nenner auf den man sich einigen kann. Bedenkt bitte bei allen Aufschriften und Parolen, dass die Polizei höchstwahrscheinlich sehr genau darauf achten wird, wo man ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen Euch einleiten kann.

Bilder oder Zitate von Rudolf Heß aus der Zeit vor 1945 und auch aus der Zeit der Nürnberger Prozesse bergen immer die Gefahr sich ein Ermittlungsverfahren einzufangen. Beachtet bitte die rechtlichen Hinweise, die wir zu dem Auflagenbescheid herausgegeben haben.

Lasst uns den Marsch in Spandau zu einem machtvollen Zeichen machen!
Alle gemeinsam – gemeinsam für Deutschland!

 

Ein paar rechtliche Hinweise

Seit heute gibt es einen Auflagenbescheid für das kommende Wochenende. Keine besondere Überraschung. Der Marsch in Spandau wurde genehmigt wie er angemeldet wurde. Unterm dem Motto „Mord verjährt nicht! Gebt die Akten frei! Recht statt Rache!“ wird am 19.08. in Spandau die überfällige Aufklärung des Todes von Rudolf Heß gefordert werden. „Ein paar rechtliche Hinweise“ weiterlesen

Interne Auflagen

Unabhängig von den Auflagen der Polizei, gibt es Auflagen der Versammlungsleitung, die jeder Teilnehmer zu beachten hat.

Die Wirkung einer Veranstaltung hängt nicht nur mit einer möglichst hohen Teilnehmerzahl zusammen. Jeder Teilnehmer ist ein Mosaikstein, der das Bild der Veranstaltung mitprägt.

Für alle Teilnehmer des Aufzuges gilt daher:

  • Keine Interviews oder Gespräche mit den anwesenden Medien.
  • Während Marsch und Kundgebungen herrscht Alkohol- und Rauchverbot.
  • Mobiltelefone sind während des Marsches auszuschalten.
  • Achtet auf einen dezenten und dem Thema entsprechenden Kleidungsstil
    (keine Tarnkleidung oder alliierte Militärkleidung jeglicher Art.)
    Helle Oberbekleidung, weißes Hemd oder T-Hemd, ist erwünscht.
  • Zugelassen sind nur schwarz-weiß-rote Fahnen und themenbezogene Transparente.
  • Es ist nur den von der Versammlungsleitung eingesetzten Personen gestattet, Bild- und Filmaufnahmen zu machen.
  • Die eingesetzten Ordner sind keine Statisten, die Teilnehmer des Aufmarsches schikanieren wollen, sondern Helfer der Versammlungsleitung, um das würdige Bild, das von diesem Tag ausgehen soll, umzusetzen. Begegnet ihnen entsprechend.

Zeigt in Wort und Tat, dass das bessere Deutschland nicht unter dem Schutt der Zeit verschwunden ist. Zeigt, dass Ihr Teil des besseren Deutschlands seid!

Taten graben Furchen, Worte tilgt der Regen!

Zwischenstand zum 19. August

In den letzten Wochen ist Schwung in das Thema geraten. Die Presse beginnt unsere Demonstration aufzugreifen und verliert sich dabei meist nur in völlig haltlosen Vermutungen über die Motivation des Veranstalterkreises, statt sich mit dem eigentlichen Anlass auseinanderzusetzen.

Das Ende der Sperrfrist der Akten im „Todesfall“ Rudolf Heß und die damit möglich scheinende Aufklärung eines potentiellen Mordfalls scheint kein Thema zu sein an das sich bundesdeutsche Medien heranwagen werden. Abseits dieses erwartbaren Schauspiels, haben wir die Arbeit vorangetrieben und neben etlichen Tausend Plakaten, Aufklebern und Flyern, die zur Mobilisierung versandt wurden, auch das Kooperationsgespräch mit der Berliner Versammlungsbehörde geführt.

Es wäre übertrieben, wenn wir behaupten würden, dass alle diskutierten Punkte zu einem vollständig zufriedenstellenden Ergebnis geführt hätten, aber abgesehen von einzelnen Detailfragen ist die Ausgangssituation für den 19.08.2017 bereits ohne Rechtskampf ziemlich gut.

Wir warten im Moment auf den Auflagenbescheid und werden dann genauere Infos, Auflagen, etc. für alle Teilnehmer veröffentlichen. Macht Euch keine Gedanken. Alles was wir tun ist stets mit versierten Rechtsanwälten abgestimmt.

Bis dahin liegt es an Euch wie erfolgreich die Demonstration zur Freigabe der Akten am Ende sein wird. Macht mobil und sorgt dafür, dass auch in Eurer Region klar ist, dass es am 19.08. in Spandau nicht einfach nur um die Aufklärung eines mysteriösen Todesfalls geht, sondern auch die stets proklamierte Rechtsstaatlichkeit dieses Systems auf die Probe gestellt wird. Der Vorwurf, dass man Mörder gewähren lässt, um Geschichtsschreibung und Vasallentreue nicht zu gefährden, ist nicht mit dem Bild eines Rechtsstaat in Einklang zu bringen und kann also nicht im Sinne der Bundesrepublik sein.

Bis der Auflagenbescheid vorliegt und die Wegstrecke damit bestätigt ist, bleibt es dabei, dass wir als Treffpunkt nur Spandau angeben.

Klar ist aber, dass wir uns um 12 Uhr in Spandau versammeln werden.
Plant Eure Anreise also bitte entsprechend. Weitere Infos folgen zeitnah.

 

Nationalisten aus ganz Europa rufen nach Spandau

Noch zwei Monate bis zum Marsch in Spandau.

Auch wenn das Thema „Aktenfreigabe im Fall Rudolf Heß“ in Anbetracht der tagespolitischen Ereignisse für manchen wie ein Nebenkriegsschauplatz wirken mag, ist das Interesse an der Aufklärung der Todesumstände von Rudolf Heß enorm.

Aus weiten Teilen Europas erreichten uns Zusendungen, die die Wichtigkeit des Themas unterstrichen. Auch wenn klar ist, dass sich nicht aus jeder Nation größere Reisegruppen auf den Weg nach Spandau machen können, werden die Vorgänge rund um die geforderte Aktenfreigabe aufmerksam verfolgt und nach Kräften unterstützt.

Um den europäischen Charakter unseres Anliegens zu unterstreichen, veröffentlichen wir den Aufruftext in neun zusätzlichen Sprachen.
Der Text kann in den folgenden Sprachen abgerufen werden:

Wir danken den Kameraden für die Übersetzung des Aufrufs und die damit auch praktisch zum Ausdruck gebrachte Solidarität. Gerechtigkeit und geschichtliche Wahrheit liegen im Interesse aller Völker Europas.

Ergänzung 29.06.17: Griechische, finnische, spanische und bulgarische Übersetzung ergänzt.

Mord ist das einzige Verbrechen, das nicht verjährt!

Am 17. August 1987 endete nach 46 Jahren Haft das Leben des letzten Häftlings im Spandauer Vier-Mächte-Gefängnis unter mysteriösen Umständen.

Am Tag des Todes verbreitete sich die Nachricht, dass Rudolf Heß in den frühen Nachmittagsstunden im Alter von 93 Jahren Selbstmord begangen habe. Innerhalb weniger Tage tischten die alliierten Gefängnisdirektoren vier Versionen zum Hergang des angeblichen Selbstmordes auf.

„Mord ist das einzige Verbrechen, das nicht verjährt!“ weiterlesen